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Benndorf, Friedrich August Otto

Archäologe, * 13.9.1838 Greiz, 2.1.1907 Wien. (lutherisch)


Genealogie | Leben | Werke | Literatur | Portraits | Autor | Zitierweise

Genealogie  
V Eduard, Kaufmann; M Lina Grosch; Sophie (1843–1919), T des Göttinger Physiologen Rudolf Wagner (1805–64) und der Rosa Henke; S Hans s. (2).

Leben  
Nach der Promotion (Schüler von O. Jahn und F. Ritschl) bereiste B. 1864-68 Italien (Rom), Sizilien, Griechenland, Kleinasien, wurde 1869 Professor in Zürich, 1872 in Prag, 1877-98 in Wien, 1898-1907 Direktor des Österreichischen archäologischen Institutes, seit 1905 im Range eines Sektionschefs. Künstlerisch begabt und von leidenschaftlicher Begeisterung für sein Fach erfüllt, hat sich B. rasch zu einem der angesehensten Archäologen seiner Zeit emporgearbeitet, für den die enge Verbindung philologischer, antiquarischer und kunsthistorischer Studien mit lebendiger Kenntnis der archäologischen Denkmäler sowie die Ergänzung der Lehr- und Forscherarbeit an der Universität mit praktischer Betätigung auf Forschungsreisen und bei Ausgrabungen immer charakteristisch geblieben ist. So ist B. der große Organisator der archäologischen Studien und Forschungen im österreichischen Kaiserstaat geworden, im archäologisch-epigraphischen Seminar der Universität Wien, in der Akademie der Wissenschaften und schließlich in dem von ihm als Zentralstelle der Inlands- und Auslandsforschung geschaffenen Archäologischen Institut. Von seinen kleinasiatischen Expeditionen hat B. die Skulpturen des Fürstengrabes von Gjölbaschi, von den von ihm begonnenen Ausgrabungen in Ephesos wertvolle Funde nach Wien gebracht.

Werke  
u. a. Die antiken Bildwerke d. Lateran. Mus. (mit R. Schöne), 1867; Griech. u. sicil. Vasenbilder, 1869 ff.; Die Metopen v. Selinunt, 1873; Antike Gesichtshelme u. Sepulcralmasken, in: Denkschr. d. Ak. Wien 28, 1878; Reisen in Lykien u. Karien (mit G. Niemann), Wien 1884; Das Heroon v. Gjölbaschi-Trysa (mit G. Niemann), 1889; F in Ephesos I, 1906; Mithrsg.: Archäolog.-epigraph. Mitt. aus Österr.-Ungarn; Begründer d. Jahreshh. d. Österr. archäolog. Inst. - Chronolog. W-Verz. in: Jahreshh. d. Österr. archäolog. Inst. 10, 1907, Beibl., Sp. 109-20.

Literatur  
  R. v. Schneider, in: Jahreshh. d. Österr. archäolog. Inst. 10, 1907, Beibl., Sp. 1-6 (P);  J. v. Karabacek, in: Alm. d. Ak. Wien, 1907, S. 250 (P);  A. Conze, in: BJ XII, S. 27-36 (u. Totenliste 1907, L).

Portraits  
Büste v. Hella Unger (Arkadenhof d. Wiener Univ.).

Autor  
Josef Keil
Empfohlene Zitierweise  

Keil, Josef, „Benndorf, Friedrich August Otto“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 50 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116121157.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 50

Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S. 50*
NDB 18 (1997), S. 250* (Much, Rudolf)
NDB 23 (2007), S. 403 in Artikel Schöne, Richard (Schöne, Richard Curt Theophilus)
NDB 25 (2013), S. 621 in Artikel Studniczka, Franz
NDB 23 (2007), S. 106 (Schlosser, Julius Alwin Ritter von)


GND: 116121157

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Index

Benndorf, Friedrich Otto

Name: Benndorf, Friedrich Otto
Namensvariante: Benndorf, Otto
Namensvariante: Benndorf, Friedrich August Otto
Lebensdaten: 1838 bis 1907
Geburtsort: Greiz
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Archäologe
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Keil, Josef
GND: 116121157

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Benndorf, Friedrich Otto

GND
116121157