Logo der Deutschen Biographie
schwarzer MenuepunktSchnellsuche
schwarzer MenuepunktErweiterte Suche
roter MenuepunktNamen A-Z
schwarzer MenuepunktAktuelles
schwarzer MenuepunktVernetzte Angebote
schwarzer MenuepunktHilfe
schwarzer MenuepunktÜber das Projekt
schwarzer MenuepunktImpressum

NDB-Artikel

<<  Dögen, Matthias      Döhler, Johann Georg  >>

Doehle, Paul

Pathologe, Bakteriologe, * 6.6.1855 Mühlhausen (Thüringen), 7.12.1928 Kiel. (evangelisch)


Genealogie | Leben | Literatur | Autor | Zitierweise

Genealogie  
V Gustav (1827–1902), Lederfabrikant in Mühlhausen, S des Tuchfabrikanten Gottlob Frdr. in Eschwege; M Amalie Rebecca (1833–87), T des Lohgerbers Benj. Gottfr. Mehler in Mühlhausen, aus altem Ratsgeschlecht; ledig.

Leben  
Nach Medizinstudium in Tübingen, Leipzig, Straßburg, Kiel (Staatsexamen 1881) war Doehle seit 1883 Assistent am Kieler Pathologischen Institut unter A. Heller (Habilitation für allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie 1889). 1908 wurde er Abteilungsvorstand und ordentlicher Honorarprofessor, 1921 ordentlicher Professor. – Bekannt geworden ist Doehle hauptsächlich durch seine Arbeit „Über Aortenerkrankung bei Syphilitischen und deren Beziehung zur Aneurysma-Bildung“ (Deutsches Archiv für klinische Medizin 53, 1895). Diese Untersuchung zeichnete klar das anatomische Bild der syphilitischen Aortenerkrankung, das in der Folge dann meist die Bezeichnung Heller-Doehle'sche Aortitis erhielt, und damit die Abgrenzung von arteriosklerotischen Veränderungen ermöglichte. Die zweite wichtige Arbeit Doehles (Zentralblatt für Bakteriologie 61, 1912) betrifft eigentümliche, bei Giemsa-Färbung blaßblaue bis|zu 2 Mikren große unregelmäßige Klümpchen im Protoplasma der neutrophilen Leukozyten, die von ihm als ziemlich spezifisch für Scharlacherkrankungen gehalten wurden. Sie sind indes nicht ganz spezifisch für Scharlach, sondern werden auch bei Septikämien mit regenerativen, degenerativen Veränderungen der Neutrophilen gefunden. – GMR.

Literatur  
  L. Jores, in: Verhh. d. Pathol. Ges., 24. Tagung, 1929, S. 370;  BLÄ;  Fischer.

Autor  
Walther Fischer
Empfohlene Zitierweise  

Fischer, Walther, „Doehle, Paul“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 17 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd135697980.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 4 (1959), S. 17 f.


GND: 135697980

RDF/XML-Repräsentation

Artikel drucken

Index

Doehle, Paul

Name: Doehle, Paul
Lebensdaten: 1855 bis 1928
Geburtsort: Mühlhausen (Thüringen)
Sterbeort: Kiel
Beruf/Lebensstellung: Pathologe; Bakteriologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Fischer, Walther
GND: 135697980

Weitere Informationen

Vernetzte Angebote

Doehle, Paul

GND
135697980