Name
Albrecht I. der Stolze
Namensvarianten
Albrecht I. der Stolze; Albrecht I.; Albrecht der Stolze
Lebensdaten
1158 bis 1195
Geburtsort
-
Sterbeort
Krummhennersdorf
Beruf/Lebensstellung
Markgraf von Meißen
Konfession
katholisch
Autor NDB
Herbert Helbig
Autor ADB
Flathe.
GND
13873366X

Albrecht I. der Stolze

Markgraf von Meißen (seit 1190), * 1158, 24.6.1195 Krummhennersdorf.

  • Genealogie

    V Markgraf Otto der Reiche; M Hedwig, T Albrechts des Bären von Brandenburg; B Markgraf Dietrich der Bedrängte; Aussig 23.4.1186 Sophia, T Herzog Friedrichs von Böhmen; T Christina (⚭ Hartmann von Lobdaburg).

  • Leben

    Eigenwillig und in seinen Entschlüssen unberechenbar, lebte Albrecht in dauernder Fehde, zumal seitdem die Mutter, veranlaßt durch sein schroffes Wesen, Otto den Reichen beeinflußt hatte, dem jüngeren Sohn Dietrich die Nachfolge in der Markgrafschaft Meißen zu sichern, auf die Albrecht ein Erbrecht hatte. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurden die wettinischen Lande schwer heimgesucht; der Tod des Markgrafen Otto, das Eingreifen der Kaiser Friedrich I., Heinrich VI. und des Landgrafen Hermann I. von Thüringen zugunsten Dietrichs brachten keine Wende. Nach Albrechts Tod zog Heinrich VI. die Mark Meißen als erledigtes Reichslehen ein, aber sein Plan, staufischen Kronbesitz von Altenburg bis zur Elbe auszudehnen, brach mit seinem Tod zusammen.

    • Literatur

        ADB I;  O. Siegismund, Dietrich d. Bedrängte, in: Mitt. d. sächs. Altertums-Ver. 26/27, 1877, S. 113 ff.;  K. Sturmhoefel, Illustrierte Gesch. d. sächs. Lande u. ihrer Herrscher I, 1, 1898, S. 195 ff.;  R. Kötzschke-H. Kretzschmar, Sächs. Gesch. I, 1935, S. 77 f.

  • Autor

    Herbert Helbig
  • Empfohlene Zitierweise

    Helbig, Herbert, "Albrecht I. der Stolze" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 168 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/ppn13873366X.html

Albrecht I.

  • Leben

    Albrecht I., Markgraf von Meißen von 1190—95, wurde 1158 geboren. Der Versuch, den sein Vater, Markgraf Otto der Reiche, auf Anstiften seiner Gemahlin Hedwig machte, die Nachfolge in der Mark dem jüngeren Sohne Dietrich auf Kosten des älteren zuzuwenden, wurde die Veranlassung zu einer Fehde Albrechts gegen seinen Vater, der erst der Tod des letzteren ein Ziel setzte. Er begleitete den König Heinrich nach Italien, eilte aber 1191 auf die Kunde von Kaiser Friedrichs I. Tode heim, um den Ansprüchen seines Bruders auf die Mark entgegenzutreten, schlug sich dann zu Kaiser Heinrichs VI. Gegnern, föhnte sich 1192 mit ihm aus, zog sich aber durch Erneuerung der Fehde gegen seinen Bruder den Zorn des Kaisers von neuem zu, den er vergeblich durch persönliches Erscheinen vor demselben in Italien zu beschwichtigen suchte. Der Fortsetzung des Bruderkampfes entzog ihn sein plötzlicher Tod 25. Juli 1195. Seine Gemahlin war Sophie von Böhmen. Den Beinamen des Stolzen verdankt er vorzugsweise der Härte, mit der er gegen die Geistlichkeit verfuhr. Die zeitgenössischen Quellen namentlich Meißens und Thüringens haben uns ziemlich eingehende Nachrichten über ihn überliefert.

  • Autor

    Flathe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Flathe, Heinrich Theodor, "Albrecht I." in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 276 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/ppn13873366X.html?anchor=adb

Albrecht I. der Stolze

Portrait(nachweise)

Albrecht I. der Stolze

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